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Interview mit Kontron AIS: Der Weg Zum Proaktiven Service – Wie Der Maschinenbau Im Mittelstand Den Service-Umsatz Fokussiert

Im Zusammenhang mit ScaleUp 360° Smart Remote Services, der Digitalsummit für Entscheider aus den Bereichen Sales und Digitale Services der deutschsprachigen Industrie, hat we.CONECT Global Leaders mit Vanessa Kluge, Product Manager Digitalization bei Kontron AIS GmbH, ein Interview, über ihren Vortrag auf dem Summit, geführt.

we.CONECT: Sie sind als Produktmanager Digitalisierung tätig – Welche Aufgaben würden Sie im Rahmen Ihrer Zuständigkeit als besonders interessant hervorheben? Was in Ihrer Rolle empfinden Sie als besonders aufregend, was begeistert Sie an Ihrem Job?

Mich begeistert an meiner Tätigkeit besonders als Schnittstelle zur R&D, Vertrieb und den Kunden zu agieren. Da wir mit unserer cloudbasierten Servicelösung die Digitalisierung im mittelständischen global agierenden Maschinenbau zum Ziel gesetzt haben, habe ich das Privileg mich mit technologisch und innovativen Fragestellungen und Themen auseinanderzusetzen.

Zum Beispiel die Identifikation von aktuellen und zukünftigen Herausforderungen durch Kundeninterviews oder im Austausch mit Fachexperten oder Branchenkollegen zu aktuellen Entwicklungen. Darüber hinaus neue Erkenntnisse für die eigene Produktstrategie abzuleiten und gemeinsam mit dem gesamten Produktteam Kundenmehrwert durch neuen Funktionalitäten und Use Cases zu schaffen.

we.CONECT: Sie stellen auf der Smart Remote Services Ihr das Thema Smart proaktiver Service vor. Was ist in diesem Kontext die wichtigste Botschaft an die Teilnehmer und Ihre Kunden?

Die wichtigste Botschaft zum Thema proaktiver Service lautet: Setzen Sie sich mit dem Status-Quo Ihres Service auseinander und priorisieren Sie ihn auf Managementebene. Identifizieren Sie Stärken und Schwächen und hinterfragen kritisch ob Sie Ihr Servicepotential bisher vollumfänglich ausschöpfen.

we.CONECT: Was würden Sie als Alleinstellungsmerkmal Ihres Ansatzes hervorheben?

Das Alleinstellungsmerkmal liegt im ganzheitlichen und nachhaltigen Serviceansatz. Um diesen zu realisieren, kommt die cloudbasierte Servicelösung EquipmentCloud® inkl. mobiler App zum Einsatz. Damit lassen sich Serviceprozesse intern effizienter gestalten sowie extern neue Service-Umsätze realisieren.

Die EquipmentCloud® ist dafür die passende Plattform, die eigentliche Strategiearbeit und -ausrichtung des Service findet aber lange vorher statt und das verlangen wir dem Maschinenbauer auch konsequent ab.

we.CONECT: Mit Blick auf die Anforderungen Ihrer Kunden: Welche Problemfelder im Kontext von Remote und digitalen Services sehen Sie als besonders kritisch an?

Ressourcenknappheit, fehlende Priorität und Fokussierung beim Thema Serviceeffizienz und Servicestrategie, Unsicherheit was die Datensouveränität angeht und veraltete Geschäftsmodelle.

we.CONECT: Was sind aus Ihrer Sicht die besten Ansätze bzw. Technologien, um diese Herausforderungen zu meistern?

Serviceansätze, die den gesamten Maschinenlebenszyklus berücksichtigen und dabei die Bedürfnisse, Probleme der Kunden in den Mittelpunkt stellen, eignen sich als am besten zur Bewältigung dieser Herausforderungen.

Offene, cloudbasierte Plattformen, die Informationen und Maschinendaten zentral sammeln, verwalten sowie für Hersteller und Kunden jederzeit verfügbar machen und damit die sowohl die Kommunikation als auch die Zusammenarbeit verschiedener Partien erleichtern, sind hierfür ein passendes Tool.

we.CONECT: Wie schätzen Sie – auch mit Blick auf die Teilnehmer und Sprecher der Smart Remote Services – die Entwicklungen auf dem Markt für Lösungen für smart und digitale Serviceangebote in den nächsten 1-2 Jahren ein?

Die Nachfrage im Mittelstand wird zunehmend steigen, anhaltende Handelsstreits, verschärfter internationaler Wettbewerb, Corona-Pandemie und Fachkräftemangel zwingen auch mittelständische Unternehmen neue Digitalisierungsansätze zu gehen um sich weiterhin einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Dabei haben sie inzwischen den Vorteil auf breites Angebot an ausgereiften Plattformen und Software zurückzugreifen, die sie für die Umsetzung neuer Servicestrategien umsetzen können. Die Vielfalt an Anbietern, seien es Softwareunternehmen, Maschinenbauer oder Hardwarehersteller, die sich mit smarten und digitalen Serviceangeboten auseinandersetzen, ist ein wegweisendes Indiz für die hohe Bedeutung.

we.CONECT: Welche Themenschwerpunkte im Rahmen der Konferenz sind für Sie besonders wichtig und warum?

Als besonders wichtige Themenschwerpunkte der Konferenz erachte ich die Kundenzentrierung und die smarten und digitalen Serviceansätze erlebbar zu machen, indem Erkenntnisse und Erfahrungen anhand von praxisnahen Anwendungsbeispielen geteilt werden.

Denn Transformationsprozesse wie die des Produktlieferanten zum Lösungsanbieter können nur funktionieren, wenn die Bedürfnisse des Kunden im Detail bekannt sind und kontinuierlicher Austausch stattfindet sowie Kooperationen und neue Wege eingegangen werden.

we.CONECT: Vielen Dank Vanessa Kluge für das Interview!

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