Artikel, Smart Manufacturing

Boschs eigenes 5G-Netzwerk

Der Zulieferer Bosch hat Lizenzen im Frequenzspektrum von 5G beantragt.

Nach dem die Frequenzbereiche für die Telekommunikationsunternehmen vergeben sind, folgen nun die Frequenzbereiche für die Industrie. Derart erhalten auch Unternehmen aus Bereichen außerhalb der Telekommunikationsbranche die Möglichkeit, ein eigenes 5G-Netzwerk aufzubauen. Das Unternehmen Bosch hat seine Anträge bereits gestellt.

Bosch als IoT-Unternehmen

Bosch ist längst auf den Zug aufgesprungen, seine Geräte zu vernetzen. Dies ist mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G umso interessanter geworden. Denn mit 5G lassen sich viele Daten mit einer geringen Latenzzeit übertragen. Derart kann man fast von Echtzeit sprechen.

Bosch beantragte eine Lizenz bei der Bundesnetzagentur und plant, lokale 5G-Netze aufzubauen. Denn Bosch engagiert sich nicht nur im Bereich des autonomen und vernetzten Fahrens, sondern auch im Bereich des IoT und der vernetzten Fabrik. Tests dazu finden derzeit am Campus der Forschungseinrichtung in Renningen statt. Eine weitere Lizenz hat man für das Industrie-4.0-Leitwerk in Stuttgart-Feuerbach beantragt. Die Bundesnetzagentur stellt Frequenzen im Bereich zwischen 3.700 MHz bis 3.800 MHz für Firmen bereit. Diese sind aber auf zehn Jahre befristet.

Wettbewerbsfaktor 5G

Die Nutzung des neuen Funkstandards bringt ob der genannten Vorteile einen Wettbewerbsvorteil. Denn die Produktion kann so besser überwacht und damit effizienter betrieben werden. Außerdem kann die Produktion damit beschleunigt werden. Mit einem eigenen Netz verfügt man zudem über eine größere Unabhängigkeit von den Telekommunikationsunternehmen wie Telekom, Vodafone oder Orange. Denn derart kann das Netzwerk speziell auf die Bedürfnisse der Produktion angepasst werden.

Flexibilität durch Vernetzung

Aus der Sicht von Bosch ist die Industrie 4.0 vor allem durch Flexibilität geprägt, die sich auch darin äußert, dass nur noch das Gebäude feststeht. Derart sollen mithilfe von 5G mobile Roboter, autonome Transporteinheiten und Assistenzsysteme wie Datenbrillen zum Einsatz kommen. Dies gelingt dank der Funkverbindung 5G.

Bosch ist auch im internationalen Verband für die Verbreitung von 5G in der Industrie engagiert: die 5G-ACIA (5G Alliance for Connected Industries and Automation). Sie werben damit, dass die Nutzung von 5G neben der Flexibilität auch die Kosten reduziert. Das gelingt durch die vereinfachte Wartung und die Optimierung der Maschinenhandhabe.

*Picture: Bosch

Über den Autor:

David Fluhr ist Journalist und Inhaber des Online Magazins “Autonomes Fahren & Co”. He berichtet regelmäßig zu Trends und Technologien in den Bereichen Autonomes Fahren, HMI, Telematics and Robotik. Weitere Informationen finden Sie unter: www.autonomes-fahren.de